Strahlende Boten des Frühlings

Der schöne Narzissos verliebte sich einst in sein Spiegelbild, ertrank im Wasser und wurde als Blume wiedergeboren. Heute läuten die strahlenden gelben oder weißen Narzissen, eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Amaryllidoideae innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse, den Frühling ein. Das Symbol der Überwindung von Dunkelheit und Tod, Sterben und Wiedergeburt aber auch Eitelkeit und Eigenliebe wird im Volksmund auch Osterglocke genannt.

Frühlingsgarten mit Narzissen

Arten, Sorten und Klassen

Der Name Narzisse stammt von griechischen Wort narkein ab. Narkein heißt betäuben und weist auf den intensiven und fast schob betäubenden Geruch der Dichternarzisse hin, die in Griechenland wächst. Durch die Römer wurde aus dem Wort narkein Narcissus.

Bis heute ist die Artenanzahl umstritten und die Gattung der Narzissen wurde häufig nach unterschiedlichsten Kriterien neu klassifiziert. Die Royal Horticultural Society legte eine Einteilung der Narzissen in 12 Klassen fest. Hierbei ist die Länge und Form der Nebenkrone, die Blütenanzahl je Stängel sowie die Blühzeit maßgebend für die jeweilige Klasse.

Im Handel sind überwiegend Trompetennarzissen, großkronige Narzissen und Tazetten erhältlich. Trompetennarzissen sind 35 bis 50 cm hoch und haben Einzelblüten. Die Blätter der Nebenkrone sind bei dieser Art länger als die Blätter der Hauptkrone. Bei den großkronigen Narzissen hingegen ist die Nebenkrone weit geöffnet und nie länger als die Blätter der Hauptkrone. Die kleinen und oft zylindrischen Nebenkronen der Tazetten erinnern ein wenig an die Form von Tassen.

Tipps und Tricks zur richtigen Pflege und Pflanzung

Im Garten mögen Narzissen sonnige bis halbschattige Plätze. Staunässe sollte vermieden werden und pro Quadratmeter benötigen sie etwa eine Hand voll schnell löslichen Volldünger.

Narzissen sind unkompliziert und mögen die Geselligkeit. Werden sie einmal im Herbst gepflanzt, vermehren sie sich jährlich neu. Alle paar Jahre, wenn Narzissen nicht mehr ganz so gut blühen, können die Zwiebeln nach der Blüte geteilt werden. Dafür werden die Blumen ausgegraben und vorsichtig von Hand in Bündel von vier bis sechs Zwiebeln geteilt. Diese werden im Abstand von rund 25 cm wieder in den kompostierten Boden eingepflanzt. Auf Balkon und Terrasse empfiehlt es sich, die frostempfindlichen Zwiebeln erst im Frühjahr vorgetrieben zu kaufen.

Alpenveilchen-Narzissen, Trompeten-Narzissen oder auch die weiße Dichternarzisse sind ideal zum Verwildern. Hierfür ist der richtige Standort ausschlaggebend. Im Frühjahr sollte der Boden feucht und sonnig sein, im Sommer trocken. Beim Verwildern von Narzissen, können sich die Blumen frei auf Wiesen ausbreiten und benötigen kaum Pflege.

Besonders zu Ostern oder als Dekoration im Frühling eignet sich ein Strauß Narzissen in der Vase. Dabei ist zu beachten, dass Narzissen nach dem Schnitt eine schleimige Substanz absondern. Diese lässt andere Blumen schnell verwelken und kann die Haut reizen. Frisch geschnittene Narzissen sollten kurz in heißes Wasser getaucht werden und im Anschluss für 24 Stunden in einer separaten Vase stehen. In dieser Zeit kann das Gift heraus geschwemmt werden.

Deko-Ideen mit Narzissen

Strahlende Narzissen in Vasen bringen den Frühling ins Haus aber auch weitere Frühlingsdekorationen können einfach hergestellt werden. Unterschiedliche Narzissensorten können zu einem dicken Strauße gebunden werden. In weißen Kannen, statt Vasen platziert, strahlt das Arrangement noch mehr. Aus den Blüten der Blume können Kränze gebunden werden, die jedes Osterbüfett aufwerten.

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